Test bestätigt Wirksamkeit von RFID-Technologie zur Fahrzeugidentifikation

Test bestätigt Wirksamkeit von RFID-Technologie zur Fahrzeugidentifikation

Feldversuch mit über einhundert Militärfahrzeugen in den Niederlanden erfolgreich beendet

Bremen, 13. Juli 2016. Das niedersächsische Unternehmen J.H. TÖNNJES E.A.S.T. präsentierte heute gemeinsam mit dem niederländischen Halbleiterhersteller NXP Semiconductors und dem Handelsunternehmen Kirpestein die Ergebnisse eines groß angelegten Feldversuchs mit IDePLATEs in den Niederlanden. Die Technologie zur Fahrzeugidentifikation wurde ein Jahr lang an über einhundert Militärfahrzeugen getestet. Wichtigste Erkenntnis sei nach Angaben des Unternehmens, dass Fahrzeuge mit CHIP basierter RFID-Technologie sicher identifiziert werden können. Unter den gegebenen Testbedingungen betrug die maximale Mess-Entfernungen zwischen Fahrzeug und Scanner bis zu zwölf Metern und eine verlässliche Auslesung war bis zu Geschwindigkeiten von 150 Stundenkilometern möglich. Die erzielten Werte gelten auch für ungünstige Witterungsbedingungen wie Regen, Schnee oder Nebel sowie bei verschmutzten Kfz-Kennzeichen.

Der Testlauf startete 2015 auf dem Militärstützpunkt Oirschot in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Über einhundert Autos und Lkw wurden mit IDePLATEs und IDeSTIXs ausgestattet. Dabei handelt es sich um Kfz-Kennzeichen und Windschutzscheiben-Aufkleber mit integriertem RFID-Chip. Seitdem erfassen autorisierte Lesegeräte, die an einem Gate befestigt sind, Kennzeichen und Windschutzscheiben-Aufkleber. Für den Feldversuch wurde der neue reichweitenstarke Kryptochip UCODE DNA von NXP verwendet. Dieser passive Sicherheitschip kombiniert erstmals eine hohe Lesereichweite mit modernster Verschlüsselungstechnologie zur Chip-Authentifizierung. „Nur stationäre oder mobile Lesegeräte mit dem passenden, geheimen und kryptografischen Code können die einmalige Identifikationsnummer entschlüsseln“, betont Maurice Geraets, Geschäftsführer bei NXP. „Verschiedene Hindernisse wurden durch den Feldversuch überwunden“, erläutert Koert Kirpestein, Inhaber und Geschäftsführer von Kirpestein. „Viele Militärfahrzeuge sind mit zusätzlichen Metallverkleidungen ausgestattet, die zu Störungen bei den RFID-Antennen führen. Eine Hauptaufgabe war es sicherzustellen, dass auch diese Fahrzeuge verlässlich identifiziert werden können. Außerdem ermöglichte der Testlauf die Optimierung des Zusammenspiels von Hardware und Software.“

Nach dem erfolgreichen Test auf dem Militärgelände in den Niederlanden soll die RFID-Technologie nun auch in anderen Ländern zum Einsatz kommen: „Die erfolgreichen Ergebnisse des Feldversuchs haben bereits zur breiten Einführung der RFID-Chips in elektronische Kennzeichen bei Projekten in Südamerika geführt. Besonders der Datenschutzaspekt sowie die sinkenden Kosten für die Einführung von elektronischen Kennzeichen machen die Lösung auch für einen großflächigen Einsatz in Europa attraktiv“, ist sich Olaf Renz, Geschäftsführer bei TÖNNJES sicher. Außerdem eröffne der Einsatz von elektronischen Kennzeichen neuartige Geschäftsmodelle. Beispielsweise könnten Kosten für Parkhäuser automatisch abgerechnet werden, wenn der Fahrzeughalter einen entsprechenden Service wünscht. Ebenso lasse sich die Technologie für die manipulationssichere Fahrzeugregistrierung und Identifikation, das Verkehrsmanagement und Zugangskontrollen einsetzen.

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