Verkehrschaos in Megastädten: Digitale Kennzeichen gegen Stau und Smog

Verkehrschaos in Megastädten: Digitale Kennzeichen gegen Stau und Smog

IDePLATE-System aus Deutschland als Basis für intelligentes Verkehrsmanagement

Delmenhorst, Juli 2018. Tokio, Delhi und Shanghai sind laut Vereinten Nationen die einwohnerstärksten Städte der Welt. Aufgrund des Wirtschaftswachstums in den asiatischen Regionen, ziehen viele Menschen von den Provinzen in urbane Ballungsräume. Das Tempo ist dabei höher, als es die Infrastrukturen verkraften. Stau, Luftverschmutzung und Unfälle sind Resultate der stark belasteten Straßen. Intelligente Leit- und Fahrzeugerkennungssysteme müssen künftig das Chaos in den Griff kriegen. Denn Fakt ist, dass nicht alle Autos gleichzeitig auf die Straßen passen. Eine deutsche Technologie kann für eine eindeutige Fahrzeugerkennung sorgen und den Weg für digitales Verkehrsmanagement ebnen. Tönnjes E.A.S.T. hat ein RFID-basiertes System entwickelt, das Autos im stehenden und fließenden Verkehr kontaktlos und automatisch identifiziert. Es besteht aus dem Kfz-Kennzeichen IDePLATE und dem Windschutzscheibenaufkleber IDeSTIX. Beide enthalten einen passiven Chip. Autorisierte Lesegeräte empfangen eine darauf gespeicherte, verschlüsselte Identifikationsnummer und gleichen sie mit dem Halteregister ab. Da die Nummer bei jedem Auslesen neu codiert und verschlüsselt wird, ist kein Tracking möglich. Zugriff auf die Datenbank hat nur die Behörde. In der Millionenmetropole Manila und dem Rest der Philippinen tragen alle Fahrzeuge bereits den IDeSTIX; Autos in der Frontscheibe und Roller auf der Vorderlampe (HeadLampTAG).

In China regelt der Staat, anhand der Kennzeichen, welche Autos wann fahren dürfen. Ausschlaggebend ist, ob die letzte Ziffer gerade oder ungerade ist. „Eine pragmatische, aber schwer kontrollierbare Methode“, meint Dietmar Mönning, Geschäftsführer von Tönnjes E.A.S.T.. Das IDePLATE-System wäre eine sinnvolle Alternative dazu. Die lediglich optischen Merkmale bei den chinesischen Zufahrtsbeschränkungen können durch die Manipulation von Nummernschildern umgangen werden. „Betrüger könnten gestohlene Kennzeichen am Auto anbringen – je nachdem welche Ziffer benötigt wird.“ Wohlhabende Einwohner kaufen sich deswegen mehrere Wagen, um die Regelung zu umgehen. Im indischen Delhi kommen täglich 1.200 neue Fahrzeuge hinzu. Zu Lasten der Luft: Laut einer ärztlichen Untersuchung von Delhis Verkehrspolizisten im vergangenen Jahr, leidet jeder Siebte an Atemwegserkrankungen. „Fraglich ist, ob die Metropolregion überhaupt ein intaktes Halteregister hat“, so Mönning. Das sei die Basis für mögliche Verkehrsleit- und Zufahrtsysteme, die die Umwelt entlasten. In Nairobi hat Tönnjes E.A.S.T. die örtlichen Behörden bei der Schaffung eines zentralen Registers unterstützt und für alle Fahrzeuge in Kenia einen IDeSTIX geliefert.

Städte nehmen nur zwei Prozent der Erdoberfläche ein, aber verursachen laut Frauenhofer Institut 80 Prozent der globalen CO2-Produktion. Mehr als die Hälfte der Menschheit lebt inzwischen in urbanen Ballungsräumen und muss sich auf engstem Raum fortbewegen. „Vielen Megastädten droht der Verkehrskollaps, wenn sich nicht bald etwas ändert“, sagt Mönning. Halteregister, Zufahrtskontrollen und Leitsysteme können Lösungen dafür sein. Bei der hohen Anzahl an Menschen und Fahrzeugen bedarf es jedoch einer effizienten Methode, die sich modular an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen lässt. „Unser IDePLATE-System kann diverse Anwendungen der eindeutigen Fahrzeugerkennung erfüllen und entlastet Staat und Behörden. Denn im Gegensatz zur optischen Erfassung, beansprucht das IDePLATE kaum Personal. Gleichzeitig schützt das System vor Manipulation, Diebstahl und Missbrauch, da es aufgrund optischer und elektronischer Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, Hologrammen oder digitaler Signaturen nicht fälschbar ist. Tönnjes E.A.S.T. ist Weltmarktführer in dem Bereich elektronischer Fahrzeugidentifikation. Mit seinen Partnern ist das Unternehmen an mehr als 50 Standorten rund um den Globus vertreten und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter.

Downloads zur Pressemitteilung